Informationsdienst - Viertes Corona-Steuerhilfegesetz in Arbeit

Viertes Corona-Steuerhilfegesetz in Arbeit

Mit dem Vierten Corona-Steuerhilfegesetz werden vor allem Fristen und bereits bestehende Steuererleichterungen in der Corona-Krise verlngert.

Mit einigem Pomp hat das Bundesfinanzministerium den Referentenentwurf fr das "Vierte Gesetz zur Umsetzung steuerlicher Hilfsmanahmen zur Bewltigung der Corona-Krise" verffentlicht. Dabei sind fast alle der im Gesetz enthaltenen Manahmen schon lnger geplant oder im Koalitionsvertrag angekndigt gewesen. Erfreulich sind die Manahmen in jedem Fall, denn neben der Verlngerung diverser Fristen und Sonderregelungen wird auch eine erweiterte Steuerbefreiung fr einen Corona-Bonus an Pflegekrfte eingefhrt. Hier sind die geplanten Manahmen im Einzelnen:

  • Degressive Abschreibung: Als Teil des Corona-Konjunkturpakets war fr bewegliche Wirtschaftsgter des Anlagevermgens, die in den Jahren 2020 und 2021 angeschafft oder hergestellt wurden, auch eine degressive Abschreibung von bis zu 25 %, hchstens aber dem Zweieinhalbfachen der linearen Abschreibung mglich. Diese Mglichkeit zur degressiven Abschreibung wird nun ebenfalls um ein Jahr verlngert und gilt damit auch fr Wirtschaftsgter, die im Jahr 2022 angeschafft oder hergestellt werden. Soweit fr ein Wirtschaftsgut auch die Voraussetzungen zur Inanspruchnahme der Sonderabschreibung im Rahmen des Investitionsabzugsbetrags vorliegen, kann diese neben der degressiven Abschreibung in Anspruch genommen werden.

  • Investitionsabzugsbetrag: Investitionsabzugsbetrge mssen rckgngig gemacht werden, wenn sie nicht bis zum Ende des dritten auf das Jahr der Geltendmachung folgenden Wirtschaftsjahres fr begnstigte Investitionen verwendet werden. Infolge der Corona-Pandemie wurde die Frist fr in 2017 und 2018 abgezogene Betrge um ein bzw. zwei Jahre auf vier bzw. fnf Jahre verlngert. Infolgedessen knnen begnstigte Investitionen bisher auch noch in 2022 gettigt werden. Aufgrund der anhaltenden Corona-Effekte und den damit verbundenen Lieferschwierigkeiten sind in vielen Fllen aber auch in 2022 Investitionen nicht mglich. Zur Vermeidung negativer Effekte und zum Erhalt der Liquiditt der Unternehmen, wird die Frist fr Investitionsabzugsbetrge, deren Investitionsfristen in 2022 auslaufen, um ein weiteres Jahr auf vier, fnf oder sechs Jahre verlngert. Dadurch haben Steuerpflichtige, die in 2022 investieren wollen, aber wegen der Corona-Krise mglicherweise nicht investieren knnen, die Mglichkeit, die Investitionen in 2023 ohne negative steuerliche Folgen (Rckgngigmachung, Verzinsung der Steuernachforderung) nachzuholen.

  • Reinvestitionsrcklage: Auch die Fristen fr Reinvestitionen im Rahmen einer Reinvestitionsrcklage werden wie beim Investitionsabzugsbetrag um ein weiteres Jahr verlngert. Sofern eine Rcklage am Schluss des nach dem 28. Februar 2020 und vor dem 1. Januar 2023 endenden Wirtschaftsjahres noch vorhanden ist und in diesem Zeitraum aufzulsen wre, endet die Reinvestitionsfrist erst am Schluss des nach dem 31. Dezember 2022 und vor dem 1. Januar 2024 endenden Wirtschaftsjahres.

  • Home Office-Pauschale: Fr die Arbeit zu Hause kann eine Pauschale von 5 Euro pro Tag geltend gemacht werden. Gewhrt wird die Pauschale nur fr Tage, an denen die Arbeit ausschlielich zu Hause ausgebt wird. Anders als beim Abzug von Werbungskosten fr das husliche Arbeitszimmer gibt es bei dieser Pauschale keine weiteren Anspruchsvoraussetzungen. Die Pauschale ist auf einen Hchstbetrag von 600 Euro im Jahr begrenzt und galt bisher nur fr die Jahre 2020 und 2021. In ihrem Koalitionsvertrag hatte die Ampelkoalition jedoch eine Verlngerung der Home Office-Pauschale um ein Jahr angekndigt, also bis zum 31. Dezember 2022, die nun umgesetzt wird.

  • Kurzarbeitergeld: Mit dem Corona-Steuerhilfegesetz wurde eine befristete Steuerbefreiung der Zuschsse des Arbeitgebers zum Kurzarbeitergeld und zum Saison-Kurzarbeitergeld eingefhrt. Diese steuerliche Begnstigung der Zuschsse zum Kurzarbeitergeld wird um drei Monate bis Ende Mrz 2022 verlngert.

  • Pflegebonus: Pflegekrfte sollen fr die besondere Belastung in der Corona-Pandemie eine vom Staat finanzierte Prmie als Anerkennung erhalten. Die Auszahlung soll dabei durch den Arbeitgeber erfolgen, und die Kosten werden vom Bund erstattet. Neben dem Bund planen auch die Lnder teilweise eigene Prmienzahlungen. Um die finanzielle Wirkung der Prmie noch zu verstrken, wird diese bis zu einer Hhe von 3.000 Euro steuerfrei gestellt. Nicht begnstigt sind freiwillige Leistungen des Arbeitgebers, die nicht aufgrund bundes- oder landesrechtlicher Regelungen gewhrt werden. Begnstigt ist der Auszahlungszeitraum vom 18. November 2021 bis zum 31. Dezember 2022.

  • Verlustrcktrag: Die schon 2020 eingefhrte erweiterte Verlustverrechnung wird bis Ende 2023 verlngert. Dazu wird der Hchstbetrag beim Verlustrcktrag auch fr 2022 und 2023 auf 10 Mio. Euro (20 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung) angehoben. Der Verlustrcktrag wird darber hinaus dauerhaft auf zwei Jahre ausgeweitet und erfolgt in die unmittelbar vorangegangenen beiden Jahre, ab 2024 allerdings nur noch innerhalb des alten Hchstbetrags von 1 Mio. Euro (2 Mio. Euro bei Zusammenveranlagung).

    Die Erweiterung des Verlustrcktrags auf zwei Jahre folgt der bisherigen Systematik, bei der Verluste zunchst ins Vorjahr rckgetragen werden. Sollte ein Ausgleich der Verluste in diesem Veranlagungszeitraum nicht oder nur teilweise mglich sein, erfolgt der Rcktrag des verbleibenden Restverlustbetrags in den zweiten dem Verlustentstehungsjahr vorangegangenen Veranlagungszeitraum. Zur Vereinfachung des Steuerrechts wird aber zugleich das bislang bestehende Wahlrecht zum Umfang des Verlustrcktrags eingeschrnkt. Das bedeutet, auf die Anwendung des Verlustrcktrags kann ab dem Verlustentstehungsjahr 2022 nicht mehr teilweise verzichtet werden. Der Steuerzahler kann sich nur noch insgesamt zugunsten des Verlustvortrags gegen die Anwendung des Verlustrcktrags entscheiden.

  • Steuererklrungsfristen: Die Frist zur Abgabe von Steuererklrungen fr 2020 wird in den Fllen, in denen der Steuerberater die Steuererklrung erstellt, um weitere drei Monate verlngert und luft damit bis Ende August 2022. Auch die Erklrungsfristen fr 2021 und 2022 werden verlngert, jedoch in geringerem Umfang. Auerdem hngt die Lnge der allgemeinen Fristverlngerung hier davon ab, ob die Steuererklrung vom Steuerberater erstellt oder selbst abgegeben wird. Ohne Steuerberater ist die Steuererklrung fr 2021 bis 30. September 2022 und die Steuererklrung fr 2022 bis zum 31. August 2023 abzugeben. Fr Erklrungen, die der Steuerberater erstellt, gelten Fristverlngerungen von vier Monaten fr 2021 und zwei Monaten fr 2022.



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